{"id":1854,"date":"2022-01-17T09:27:42","date_gmt":"2022-01-17T08:27:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/?page_id=1854"},"modified":"2022-03-03T09:28:57","modified_gmt":"2022-03-03T08:28:57","slug":"baumstamm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/baumstamm.html","title":{"rendered":"Baumstammzone"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-theme-content\"><div id=\"dslc-theme-content-inner\"><div id=\"dslc-content\" class=\"dslc-content dslc-clearfix\">\n<div id=\"dslc-main\">\n<div  class=\"dslc-modules-section \" style=\"\" data-section-id=\"1156e44c35c\">\n<div class=\"dslc-modules-section-wrapper dslc-clearfix\">\n<style type=\"text\/css\" id=\"dslca-modules-area-\"><\/style>\n<div  class=\"dslc-modules-area dslc-col dslc-12-col dslc-last-col dslc-valign- \" data-size=\"12\" data-valign=\"\" data-modules-area-id=\"\" >\n<div id=\"dslc-module-53877569d52\" class=\"dslc-module-front dslc-module-DSLC_Text_Simple dslc-in-viewport-check dslc-in-viewport-anim-none  dslc-col dslc-12-col dslc-last-col  dslc-module-handle-like-regular \" data-module-id=\"53877569d52\" data-module=\"DSLC_Text_Simple\" data-dslc-module-size=\"12\" data-dslc-anim=\"none\" data-dslc-anim-delay=\"\" data-dslc-anim-duration=\"650\"  data-dslc-anim-easing=\"ease\" data-dslc-preset=\"none\" >\n<div class=\"dslc-text-module-content\">\n<h3 style=\"text-align: center;\">Die Stammzone eines Laubwaldes als Lebensraum<\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1874 size-full\" src=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Eingangsbild-Stammzone_1_800.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Eingangsbild-Stammzone_1_800.jpg 800w, https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Eingangsbild-Stammzone_1_800-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Eingangsbild-Stammzone_1_800-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Die Stammzone der B\u00e4ume zwischen dem bebl\u00e4tterten Kronendach und dem Boden umfasst den eigentlichen Baumstamm, nach oben den sich anschlie\u00dfenden Bereich der starken \u00c4ste und nach unten den Stammfu\u00df mit den oberfl\u00e4chlichen starken Wurzeln. Die Stammfu\u00dfzone wird wegen ihrer direkten Verbindung zum Boden als Lebensraum gesondert betrachtet (siehe Baumstamm-Fu\u00df als Lebensraum).<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr einen Baumstamm ist sein konzentrischer Strukturaufbau von innen nach au\u00dfen: ein dicker verholzter und harter Innenbereich mit Kern- und Splintholz f\u00fcr die Standfestigkeit und mit den Wasser- und Mineralienleitungen von unten nach oben, darauf aufliegend eine relativ weicher Rindenteil, der Bast mit den N\u00e4hrstoffleitungen von oben nach unten, und daran nach au\u00dfen anschlie\u00dfend ein harter Rindenteil, die Borke als Schutz vor \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen wie Hitze und K\u00e4lte, Schadstoffen in der Luft und vor Angriffen von Feinden wie Insekten und Pilzen. \u00dcber die Borke wird auch Regenwasser aus der Krone abgeleitet. Je nach Baumart ist die Struktur der Borke unterschiedlich z.B. glatt, rau, rissig oder schuppig.<\/p>\n<p>Holz, Bast und Borke der Baumst\u00e4mme lebender B\u00e4ume im Wald werden von Mitbewohnern in unterschiedlicher Weise genutzt:<\/p>\n<ul>\n<li>Spechte hacken aktiv H\u00f6hlen als Wohn- und Fortpflanzungsraum in gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he \u00fcber dem Waldboden. Verlassene Spechth\u00f6hlen werden als Schlaf- und Fortpflanzungsraum von anderen H\u00f6hlenbr\u00fctern als Nachbewohnern bezogen. Aus Astabbr\u00fcchen entstandene, ausgefaulte L\u00f6cher und Risse werden ebenfalls als Wohnraum von V\u00f6geln oder Insekten genutzt. Auch Flederm\u00e4use nutzen Spechth\u00f6hlen und Astl\u00f6cher als Wochenstuben- und Winter-Quartier.<\/li>\n<li>Die Larven von verschiedenen Bockk\u00e4fern, Prachtk\u00e4fern und Borkenk\u00e4fern sowie von Holzschlupfwespen entwickeln sich in der Rinde und im Splintholz des Stammes lebender B\u00e4ume, die Mehrzahl allerdings im Stamm kranker oder abgestorbener B\u00e4ume (siehe stehendes Totholz als Lebensraum).<\/li>\n<li>Viele Baumst\u00e4mme und dicke \u00c4ste sind auf der Borke von Flechten bewachsen. F\u00fcr die jeweilige Flechtenart spielen die Struktur, die Feuchtigkeit und der S\u00e4uregehalt der Borke der jeweiligen Baumart sowie die Lichtintensit\u00e4t und die Luftfeuchte am Wuchs-Standort eine entscheidende Rolle.<\/li>\n<li>Die grobrissige Borke, besonders von Eichen, wird von Insekten zur Eiablage und Larvenentwicklung, z.B. von der Eichenschrecke, genutzt. Daneben stellt der Baumstamm f\u00fcr flugunf\u00e4hige Insekten wie Ameisen einen Weg zu Nahrungsquellen in der Baumkrone dar wie z.B. Raupen und K\u00e4ferlarven sowie Honigtaut\u00f6pfchen von Blatt- und Rindenl\u00e4usen.<\/li>\n<li>Stammkletterer unter den V\u00f6geln wie Waldbauml\u00e4ufer, Gartenbauml\u00e4ufer, Kleiber und Buntspecht suchen die Baumst\u00e4mme nach kleinen Insekten, deren Eier und Larven ab.<\/li>\n<li>Der Austritt von Zucker und Aminos\u00e4uren haltigem Phloem-Saft an Rinden-Verletzungen des Baumstammes zieht Wespen und Hornissen an, die diesen auslaufenden Saft auflecken.<\/li>\n<li>Borkenverletzungen bieten auch Eintrittsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Pilze, besonders f\u00fcr Baumporlinge wie Schwefelporling, Zunderschwamm, Birkenporling oder Erlenschillerporling. Sie ern\u00e4hren sich vom Holz, erzeugen dadurch eine Stammf\u00e4ule und lassen letztlich den Baum absterben (siehe stehendes \u00a0Totholz).<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1875 size-full\" src=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Stammzone_800.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Stammzone_800.jpg 800w, https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Stammzone_800-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Stammzone_800-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Die folgenden Links f\u00fchren zu Bildergalerien von Bewohnern der Baumst\u00e4mme:<\/p>\n<ul>\n<li>Bildergalerie einer Auswahl von <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/baumstamm\/baumstamm-flechten.html\/\"><strong>Flechtenarten<\/strong><\/a><\/li>\n<li>Bildergalerie einer Auswahl von <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/baumstamm\/baumstamm-pilze.html\/\"><strong>Pilzarten<\/strong><\/a><\/li>\n<li>Bildergalerie einer Auswahl von<a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/baumstamm\/insekten-am-baumstamm.html\/\"><strong> Insektenarten<\/strong><\/a><\/li>\n<li>Bildergalerie einer Auswahl von <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/baumstamm\/baumstamm-voegel.html\/\"><strong>Vogelarten<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ul><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p><!-- .dslc-module -->\n\t\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stammzone eines Laubwaldes als Lebensraum \u00a0 Die Stammzone der B\u00e4ume zwischen dem bebl\u00e4tterten Kronendach und dem Boden umfasst den eigentlichen Baumstamm, nach oben den sich anschlie\u00dfenden Bereich der starken \u00c4ste und nach unten den Stammfu\u00df mit den oberfl\u00e4chlichen starken Wurzeln. 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