{"id":2027,"date":"2022-06-05T18:11:40","date_gmt":"2022-06-05T16:11:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/?page_id=2027"},"modified":"2022-06-05T18:11:40","modified_gmt":"2022-06-05T16:11:40","slug":"hallenwald","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/hallenwald.html","title":{"rendered":"Hallenwald"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-theme-content\"><div id=\"dslc-theme-content-inner\"><div id=\"dslc-content\" class=\"dslc-content dslc-clearfix\">\n<div id=\"dslc-main\">\n<div  class=\"dslc-modules-section \" style=\"\" data-section-id=\"1b88f9d1f40\">\n<div class=\"dslc-modules-section-wrapper dslc-clearfix\">\n<style type=\"text\/css\" id=\"dslca-modules-area-\"><\/style>\n<div  class=\"dslc-modules-area dslc-col dslc-12-col dslc-last-col dslc-valign- \" data-size=\"12\" data-valign=\"\" data-modules-area-id=\"\" >\n<div id=\"dslc-module-8ac36beb2d4\" class=\"dslc-module-front dslc-module-DSLC_Text_Simple dslc-in-viewport-check dslc-in-viewport-anim-none  dslc-col dslc-12-col dslc-last-col  dslc-module-handle-like-regular \" data-module-id=\"8ac36beb2d4\" data-module=\"DSLC_Text_Simple\" data-dslc-module-size=\"12\" data-dslc-anim=\"none\" data-dslc-anim-delay=\"\" data-dslc-anim-duration=\"650\"  data-dslc-anim-easing=\"ease\" data-dslc-preset=\"none\" >\n<div class=\"dslc-text-module-content\">\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2043 size-full\" src=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Hallenwald_3_800.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Hallenwald_3_800.jpg 800w, https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Hallenwald_3_800-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Hallenwald_3_800-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h3>\n<h3>\u00a0<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Hallenwaldbereiche eines Laubwaldes als Lebensraum<\/h3>\n<p>F\u00fcr den Buchen-Hallenwald ist typisch, dass ihm in weiten Bereichen eine ausgepr\u00e4gte Strauchschicht fehlt und somit zwischen Kronendach und Krautschicht oder Laubschicht ein gro\u00dfer, aber relativ dunkler Freiraum vorhanden ist. Dieser ist in alten Best\u00e4nden von Rotbuchenw\u00e4ldern und Rotbuchen-Mischw\u00e4ldern zu finden. Daf\u00fcr verantwortlich ist einerseits die massive Beschattung der unteren Waldschichten durch das dichte Bl\u00e4tterdach der erwachsenen Buchen, teils auch Hainbuchen, andererseits die hohe Schattenvertr\u00e4glichkeit von Rotbuchen-Keimligen und Rotbuchen-Jungholz sowie von Hainbuchen, so dass fast ausschlie\u00dflich Rotbuchen gemischt mit Hainbuchen nachwachsen. Dies wird in den Grafiken \u201e<a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/unterrichtsprojekte\/pflanzenverbreitung\/oekologische-gruppen\/baumschicht.html\">Eigenschaften f\u00fcr die Konkurrenz-F\u00e4higkeit der Baumarten im Rumbecker Holz\u201c<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/unterrichtsprojekte\/pflanzenverbreitung\/oekologische-gruppen\/baumschicht.html\">\u201e\u00d6kologisches Verhalten der Baumarten (Jungwuchs) im Rumbecker Holz\u201cgegen\u00fcber Lichtintensit\u00e4t und Bodenfeuchte\u201c<\/a> deutlich. In der Strauch- und Krautschicht herrschen \u00a0Schattenpflanzen vor <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/unterrichtsprojekte\/pflanzenverbreitung\/oekologische-gruppen\/strauchschicht\/jungholz-gruppe.html\">(siehe \u201eJungwuchs der Baumarten als Teil der Strauchschicht\u201c).<\/a> Neben dem Buchen- und Hainbuchenjungholz sind im dunklen zentralen Freiraumbereich des Waldes fast nur Ilexstr\u00e4ucher zu finden (siehe \u201e<a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/unterrichtsprojekte\/pflanzenverbreitung\/verbreitungskarten-der-arten\/stechpalme.html\">Verbreitung und Standortpr\u00e4ferenz des Ilex im Rumbecker Holz\u201c<\/a>). Vereinzelt sind auch Fl\u00e4chen mit Waldbeeren zu finden. Weitere Straucharten wie Haselnuss, schwarzer Holunder sowie Wei\u00dfdorn wachsen am lichteren Waldrand.<\/p>\n<p>Auf dem sauren bis m\u00e4\u00dfig sauren Boden im Rumbecker Holz <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Karte-Bereiche-pH_2.pdf\">(siehe \u201eBodens\u00e4uregehalt\u201c)<\/a> wird der Laubfall nur langsam zu Rohhumus zersetzt (<a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/zersetzungsdauer_baumarten_1a.pdf\">siehe \u201eZersetzungsdauer der Blattstreu von Laubbaum-Arten\u201c<\/a>), so dass in diesem Buchen-Hallenwald \u00fcber der Humusschicht auf gro\u00dfen Teilfl\u00e4chen eine relativ dicke Laubschicht zu finden ist. Nur an B\u00f6schungsr\u00e4ndern und kleinen erhabenen Teilfl\u00e4chen werden die abgefallenen Bl\u00e4tter durch den Wind weggeblasen, so dass sich hier Moospolster entwickeln.<\/p>\n<p>Der Freiraum zwischen Kronendach und Bodendecke wird von einigen Vogelarten als Teil eines ungehinderten Bewegungsraums zwischen ihrem Nahrungs- und Brutbereich genutzt: <\/p>\n<p>H\u00e4ufiger Bewohner der Buchenw\u00e4lder mit nur gering ausgepr\u00e4gter Strauchschicht ist der Buchfink. Erwachsene Finken leben vorrangig von S\u00e4mereien auf dem Waldboden. Zur Brutsaison nisten sie im Kronenbereich und suchen dort nach proteinreicher Nahrung wie Raupen und K\u00e4fer f\u00fcr die Aufzucht des Nachwuchses. Danach gehen die erwachsenen V\u00f6gel wieder zum herbivoren Nahrungserwerb in der Kraut- und Laubschicht auf dem Waldboden \u00fcber.<\/p>\n<p>Im Hebst und Winter suchen Schw\u00e4rme von Bergfinken, die aus dem Norden als G\u00e4ste in den heimischen Wald kommen, auf dem Waldboden nach Nahrung, teils gemeinsam mit zugewanderten Buchfinken. Bei St\u00f6rungen oder Gefahr fliegen sie in die Baumkronen.<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr straucharme Buchenw\u00e4lder ist auch der Waldlaubs\u00e4nger. Sein Nahrungsrevier ist der Kronenbereich. Die M\u00e4nnchen nutzen die unteren Kronen\u00e4ste als Singwarte. Als Niststandort w\u00e4hlt der Waldlaubs\u00e4nger Vertiefungen auf dem Boden mit vertrockneten Teilen der Kraut- und Laubschicht.<\/p>\n<p>Die Baumst\u00e4mme der Rotbuchen und Hainbuchen des Hallenwalds werden von Gartenbauml\u00e4ufer, Waldbauml\u00e4ufer, Kleiber und Buntspecht als Nahrungs- und Brutraum genutzt. Wegen der gering vorhandenen Strauchschicht k\u00f6nnen diese zur Nahrungssuche ungehindert von Baum zu Baum fliegen. Auch verschiedene Insekten, Spinnen, Pilze und Flechten sind an den Baumst\u00e4mmen zu finden. (<a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/themenarchiv\/themen\/oekosystem-laubwald\/beziehungen-biotop-biozoenose\/baumstamm.html\">siehe \u201edie Stammzone eines Laubwaldes als Lebensraum\u201c)<\/a>.<\/p>\n<p>Die stark ausgepr\u00e4gte Laubschicht des Hallenwalds ist auch Nahrungsraum von Drosselv\u00f6geln wie Amsel und Singdrossel, die aus dem sicheren strauchreichen Waldrand in die Freifl\u00e4che zur Nahrungssuche einfliegen (<a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/6_amsel_einzelnachweis_futtersuche_2.pdf\">siehe Kartierung \u201eNahrung suchender Amseln\u201c<\/a>). Als Winterg\u00e4ste aus dem Norden suchen Schw\u00e4rme von Rotdrosseln auf dem Waldboden nach Nahrung. Bei Gefahr fliegen sie in die Baumkronen.<\/p>\n<p>Eine genauere Differenzierung des artspezifisch genutzen Lebensraums lassen die Schemata zum Brut- und Nahrungsraum mehrerer h\u00e4ufiger Brutvogelarten im Untersuchungsraum Rumbecker Holz erkennen. Diese sind mithilfe der folgenden Links abrufbar:<\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum des <strong>Buchfinks<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Nahrungsraum des <strong>Bergfinks<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum des <strong>Gartenbauml\u00e4ufers<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum des <strong>Waldbauml\u00e4ufers<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum des <strong>Kleibers<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum des <strong>Buntspechts<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum\u00a0 <strong>der Amsel<\/strong><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum der <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/7_singdrossel_nutzung_raumstrukturen_1a.pdf\"><strong>Singdrossel<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Schema zum Brut- und Nahrungsraum des <a href=\"https:\/\/www.natur-erforschen.net\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/7_eichelhaeher_nutzunng_raumstrukturen_1a.pdf\"><strong>Eichelh\u00e4hers<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Die folgenden Links f\u00fchren zu Bildergalerien von Bewohnern der Hallenwaldbereiche:<\/p>\n<ul>\n<li>Bildergalerie des<strong> Ilex <\/strong>im Hallenwald<\/li>\n<li>Bildergalerie von<strong> Buchenjungwuchs <\/strong>im Hallenwald<\/li>\n<li>Bildergalerie einer Auswahl von <strong>Vogelarten <\/strong>im Hallenwald<\/li>\n<\/ul><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p><!-- .dslc-module -->\n\t\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Hallenwaldbereiche eines Laubwaldes als Lebensraum F\u00fcr den Buchen-Hallenwald ist typisch, dass ihm in weiten Bereichen eine ausgepr\u00e4gte Strauchschicht fehlt und somit zwischen Kronendach und Krautschicht oder Laubschicht ein gro\u00dfer, aber relativ dunkler Freiraum vorhanden ist. 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