Untersuchungen zur Verbreitung der Erdkröte

Die Erdkröte (Bufo bufo) ist im Waldbereich weit verbreitet und häufig. Im Frühjahr werden die umliegenden Teiche im Wald und in der Ruhraue als Laichgewässer genutzt (s. Abbildung 4). Sommerlebensraum und Überwinterungsraum sind im Wesentlichen die umliegenden Waldflächen.

Erdkrötenpaar im Laichgewässer
Abbildung 3
Laichgewässer der Erdkröte im Rumbecker Holz und der Ruhraue
Abbildung 4
Schülergruppe bei der Kontrolle des Schutzzauns
Abbildung 5

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Laichwanderung im Frühjahr ist auf einen relativ engen Zeitraum von Anfang März bis Mitte April - Schwerpunkt Ende März/Anfang April - begrenzt. Der genaue Zeitpunkt und die Dauer der Wanderung sind von der Luft- und Bodentemperatur sowie der Luftfeuchtigkeit und somit von den Wetterverhältnissen abhängig und schwanken von Jahr zu Jahr.

Um für die angestrebten Schutzmaßnahmen ein Bild von den örtlichen und zeitlichen Verhältnissen der Laichwanderung im Bereich des Rumbecker Holzes zu bekommen, wurde mit Genehmigung des Umweltamts in einem 200 m langen Bereich beidseitig der Straße zwischen Mitte März und Mitte April ein Schutzzaun mit Fangeimern errichtet. Eine Schülergruppe betreute täglich den Amphibienschutzzaun, dokumentierte die Fangzahlen und brachte die Tiere über die Straße (s. Abbildung 5).

Nach Auswertung der Fangzahlen am Schutzzaun zeigte sich folgendes Bild in Abbildung 6:

Ablauf der Laichwanderung der Erdkröte im Bereich des Schutzzauns
Abbildung 6

Bei der Hinwanderung sind zwei Massenwanderungsphasen zu erkennen, die durch eine fast wanderungsfreie Zeit von ca. einer Woche getrennt werden. In dieser Zeit kam es zu einem Kälteeinbruch, der die Wanderung unterbrach.

Die Rückwanderung konzentriert sich auf einen sehr engen Zeitsektor. Hin- und Rückwanderung überschneiden sich in erheblichem Maße. Trotz des relativ geringen Messdaten-Bestands zeigt sich hier ein Zeitmuster, das für die Laichwanderung von Erdkröten typisch ist.