Anlass des Unterrichtsprojekts

Spinnennetze in der Ruhraue im Morgentau Ende September
Abbildung 1

In der grasigen Hochstaudenflur der Ruhraue im Schulfeld des Franz-Stock-Gymnasiums konnten Ende der 1990er Jahre zu verschiedenen Jahreszeiten eine Reihe unterschiedlicher Spinnenarten beobachtet werden. Dazu gehören mehrere ein Radnetz bauende Arten mit unterschiedlicher Verbreitung und Häufigkeit: Aus der Familie der Kreuzspinnen (Araneidae) waren die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus), die Vierfleckkreuzspinne (Araneus quadratus), die Wespenspinne (Argiope bruennichi) und die Schilfradspinne (Laranioides cornutus) relativ häufig vertreten. Nur vereinzelt traten die Eichblattradspinne (Aculepeira aculeata) und die Kürbisspinne (Araniella cucurbintina) auf. Aus der Familie der Dickkieferspinnen (Tetragnathidae) kam die Herbstspinne (Meta segmentata) häufig vor, die Streckerspinne (Tetragnatha extensa) war verbreitet zu finden. Neben den Radnetzspinnen bauten auch Baldachinspinnen (Linyphiidae), Kugelspinnen (Theridiidae), Trichterspinnen (Agelinidae) und Kräuselspinnen (Dictynidae) ihre spezifischen Netze an unterschiedlichen Stellen der Hochstaudenflur. Desweiteren waren frei jagende Spinnenarten wie Krabbenspinnen (Thomisidae), Wolfsspinnen (Lycosidae), Raubspinnen (Pisauridae), Sackspinnen(Clubionidae) und Springspinnen (Salticidae) in der Ruhraue zu beobachten. Es bot sich die Möglichkeit, im Anschluss an die quantitativen Untersuchungen zur Bestandsdichte der Wespenspinne in der Ruhraue Ende August 1998 ( siehe Unterrichtsprojekt „Wespenspinne“) auf der gleichen Probefläche einen Monat später mit der gleichen Schülergruppe auch Daten zum Netzstandort anderer häufiger Radnetzspinnenarten zu erfassen. Dies betraf die Gartenkreuzspinne, die Vierfleckkreuzspinne und die Herbstspinne.