Das Rumbecker Holz

 Der Waldbereich ist ein Hochwald (Abbildung 9, auf das Bild klicken), besteht aber im Detail aus einem Mosaik unterschiedlicher Waldstrukturen und Feuchtflächen. Die Topografie der Fläche zeigt Abbildung 10 (auf das Bild klicken). Daraus wird das Gefälle der Waldfläche nach Nordosten zur Ruhr hin deutlich. Diese Geländeneigung macht sich in Folgen das Wasserabflusses bemerkbar: Entlang des Gefälles gräbt das abfließende Oberflächenwasser Erosionsrinnen, sogenannte Siepen, in den Talhang zur Ruhr. Bodenwasser tritt an vielen Stellen als Quellhorizont aus. Genauere Einblicke bietet die Bildergalerie "Rumbecker Holz".

Das Rumecker Holz war vor hundert Jahren eine mehr geschlossene Waldfläche, die seit etwa sechzig Jahren vor allem im Ostteil durch Wohn- und Schulbebauung, Friedhofsanlage und Straßenbau zunehmend eingeschränkt wurde (siehe Abbildung 11, auf das Bild klicken).

Das Rumbecker Holz und damit der Lüerwaldbereich grenzt unmittelbar an das Schulgelände. Somit lassen sich auf dieser Fläche in direkter Schulnähe ohne Gefahrenrisiko für die Schülerinnen und Schüler z.B. durch Autoverkehr Beobachtungen und Untersuchungen zur Waldökologie während der Unterrichtszeit durchführen.

Hallenwaldbereich aus Rotbuchen, Stieleichen und Hainbuchen.
Abbildung 9
Topografie und Gewässer des Rumbecker Holzes
Abbildung 10
Veränderung der landschaftlichen Gleiderung und Nutzung im Rumbecker Holz.
Abbildung 11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der ca. 25 ha großen Untersuchungsfläche wurde der überwiegende Teil der bisherigen praktischen Ökologieprojekte durchgeführt:

  • Untersuchungen zur Struktur und Chemie des Waldbodens (siehe Projekt „Boden“)
  • Untersuchungen zur Verbreitung und zu den Standortfaktoren der Gefäßpflanzen (siehe Projekt „Pflanzenverbreitung“)
  • Untersuchungen zur Verbreitung und zu den Standortfaktoren der Schriftflechte (siehe Projekt „Schriftflechte“)
  • Untersuchungen zur Gefährdung und zum Schutz von Amphibien durch Autoverkehr (siehe Projekt „Amphibienschutz“)
  • Untersuchungen zur Verbreitung und Häufigkeit von Brutvögeln (siehe Projekt "Brutvögel")

Bei den Bodenuntersuchungen, der Kartierung der Pflanzenverbreitung und den Untersuchungen zur Schriftflechte wurden zum Vergleich auch Daten auf anderen Waldflächen, z.B. der Sternhelle, erhoben. Da das Rumbecker Holz als Teil des Lüerwaldes unter Naturschutz steht und das Naturschutzgebiet unmittebar neben dem Schulgelände beginnt, wurde der Schule für Freilanduntersuchungen von der städtischen Fachverwaltung eine generelle Ausnahmegenehmigung erteilt.