Vergleich des mineralischen Bodenstickstoff-Gehalts im Rumbecker Holz und in der Sternhelle

Der in weiten Bereichen saure, teils sehr saure Boden im Rumbecker Holz und der schwach saure Boden in der Sternhelle haben für Lebensverhältnisse der Boden-Mikroroganismen und die Stickstoff-Versorgung der Pflanzen aus dem Boden erhebliche Folgen. Dies lässt sich aus den folgenden Grafiken ablesen:

Grafik 2
Grafik 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis lässt sich der Grad der biologischen Zersetzung organischer Substanzen wie Laubstreu, Totholz, abgestorbene Pflanzenwurzeln und tote Bodenorganismen im A-Horizont und damit Eintrag und Bildung von Bodenstickstoff ablesen. Es zeigt sich, dass in der Sternhelle das C/N-Verhältnis  mit einem Wert von ca. 15 im Vergleich zu den C/N-Werten von 20 - 50 im Zentralbereich des Rumbecker Holzes erheblich zugunsten des Stickstoffgehalts verschoben ist. Ähnliche CN-Werte wie die Sternhelle weisen im Rumbeckerholz nur die Rand - und Wegebereiche auf.  Die relativ hohe biologische Abbau-Aktivität in der Sternhelle macht auch den hier zu beobachtenden schnellen Abbau der Laubstreu erklärlich (s. Abbildungen 1-3).

Der unterschiedliche Bodensäuregehalt im Rumbecker Holz und in der Sternhelle führt auch dazu, dass die Form, in der der Bodenstickstoff für die Pflanzen verfügbar ist, auf den beiden Untersuchungsflächen unterschiedlich ist: Im sauren Boden des Rumbecker Holzes steht Stickstoff überwiegend oder fast ausschließlich als Ammonium-Ionen zur Verfügung, während im schwach sauren Boden der Sternhelle  Stickstoff hauptsächlich in Form von Nitrat-Ionen vorhanden ist.  Trotz des unterschiedlichen Stickstoff-Ionen-Verhältnisses ist das durchschnittliche Bodenstickstoff-Angebot für die Pflanzen ähnlich groß (Rumbecker Holz 15 mg/100g Boden, Sternhelle 17 mg/100g Boden). Zusätzlicher Bodenstickstoff-Eintrag ist an einzelnen gestörten Stellen vorhanden.